10. August 2009
Ich erinnere mich gerade nicht, ob ich dieses leckere Gericht schon einmal erwähnt habe.
Es war aber auf jeden Fall schon Zeit meine letzten “Fleischersatz”-Versuchen in Bearbeitung.
Die Grillhärteprobe hat der gute Seitan auf jeden Fall schon einmal bestanden und mir fällt auch momentan nicht ein, wie ich ihn noch besonders besser hinkriegen könnte.

Der komische Name kommt übrigens daher, dass ich mich bei den Gewürzen an zu totem Huhn passenden Gewürzen orientiert habe.
Irgendwie fällt es mir etwas schwer mir neue Namen auszudenken, da es einerseits klar sein sollte, woran sich das jeweilige Gericht orientiert (und das sind oftmals halt Sachen, die ich früher gerne gegessen habe) und es andererseits nicht immer cool kommt mit einem “V” oder so drin
Also falls jemand einen besseren Vorschlag hat..
(Nein, ich nenne es nicht Seitan de Mexico, weil er nichts mit Mexico zu tun hat
)
Die Konsistenz des Seitans ist, wie man im Bild auch gut sehen kann, relativ flockig und locker. Vom Geschmack her wird es dann eher schön würzig und auch einen Ticken scharf.
Der Seitan ist bei den omnivoren Mitessern auf jeden Fall recht gut angekommen und bei den veganen Mitessern sowieso
Der Seitan hat auf jeden Fall potential und ist ab jetzt bei jedem Grillen mit dabei!
Rezept:
1 Tasse Gluten
1 Dose weiße Bohnen
1 EL Tomatenmark
1 EL Hefeflocken
1 EL Mehl
1 TL Cayennepfeffer
1 TL Paprika süß
1/2 TL Curry
2 TL Salz
1/2 TL Pfeffer
1/2 Tasse Wasser
1/2 Zwiebel
1 EL Pflanzenöl
- Die weißen Bohnen mit dem Tomatenmark pürieren.
- Das Gluten zusammen mit dem Mehl, den Hefeflocken und den Gewürzen in eine Schüssel geben und gut vermischen.
- Die pürierten Bohnen unter die gewürzte Glutenmischung rühren.
- Die halbe Zwiebel mit dem Wasser und dem Öl zusammen pürieren und die Flüssigkeit ebenfalls unter die Gluten-Bohnen-Mischung rühren.
- Den Seitan 5 Minuten gehen lassen, dann in Schnitzel- oder Steakform bringen und einzeln in Alufolie einwickeln, sodass die Form bestehen bleibt.
- Die Alufoliepäckchen in Gefrierbeutel geben (nicht zu viele auf einmal, denn sonst kommt die Wärme nicht überall richtig an), diese verschliessen und dann in köchelndes Wasser geben und dort 1 1/2 Stunden abgedeckt bei geringer bis mittlerer Hitze köcheln lassen.
- Die gefüllten Gefrierbeutel nach dem Kochen in etwas kaltes Wasser legen und den Seitan erst aus dem Beutel und der Alufolie befreien, wenn er etwas abgekühlt ist.
- Den Seitan danach normal anbraten. Noch leckerer schmeckt er, wenn er vorher kurz in einer Marinade eingelegt worden ist.
Rezept Grillmarinade:
4 EL Pflanzenöl
1 EL Tomatenmark
6 EL Wasser
1 TL Paprika süß
1 TL Paprika scharf
1/2 TL Curry
1/2 TL Zucker
1 TL Salz
1/2 TL Pfeffer
- Das Tomatenmark mit dem Wasser verrühren.
- Die restlichen Zutaten hinzugeben und ebenfalls verrühren.

5 Kommentare
Kommentar-Feed für diesen Beitrag
Sonntag, 13. Dezember 2009 um 10:42
Weitere vegane Kochexperimente » witscore
[...] Rezeptidee Chicken Style Saitan stammt von pogopuschel.wordpress.com/2009/08/15/chicken-style-seitan/. Der Rohstoff Saitan fasziniert mich zunehmend. Den unwiderstehlichen Geburtstagskuchen entdeckte [...]
Sonntag, 13. Dezember 2009 um 21:10
uTe
boah, das war lecker… Danke fürs Rezept!!
Sonntag, 11. April 2010 um 0:30
augenhobel
Hallihallo!
Hab mal ne blöde Frage: Wie sind Deine Erfahrungen (so Du welche hast) in Bezug auf die Haltbarkeit von Seitan außerhalb des Kühlschranks? Ich denke mir, so ein zwei Tage müssten klar gehen, oder? (will Seitan zum Camping mitnehmen)
Sonntag, 11. April 2010 um 0:48
Pon
Ich habe tatsächlich unfreiwillig Erfahrungen damit gesammelt
Einen Tag kann der Seitan auf jeden Fall frei rumliegen, wobei es da sicherlich auch auf das Wetter ankommt.
Hitze sollte wohl die Haltbarkeit recht verkürzen.
Mir ist aber einmal der Seitan nach 2-3 Tagen Faultheit angeschimmelt.
Leider erinnere ich mich nicht mehr an das Wetter, aber kann gut sein, dass das letzten Sommer (= recht warmes Wetter) war.
Da ist mir so einiges recht schnell eingegangen :/
Gut verpackt und vielleicht sogar eingelegt, sollte sich der Seitan aber schon halten.
Camping-Erfahrung diesbezüglich habe ich keine. War bisher nur zu Festivals 3-4 Tage campen und habe zu der Zeit noch omnivor/vegetarisch gelebt und mich deswegen auf Reis- und Nudelfertiggerichte für den Campingkocher konzentriert.
Sonntag, 11. April 2010 um 18:15
augenhobel
Hui, dit hört sich ja nicht so gut an. Na danke jedenfalls für den Tipp, da werd ich mir wohl besser noch mal Gedanken über den Transport machen.