10. Januar 2010

Diejenigen, die schon etwas länger hier mitlesen oder hier etwas gestöbert haben, werden sich wohl jetzt wundern. Eigentlich gab es ja schon ein Rezept für Seitan Rouladen, nämlich dieses hier. Ich war aber bisher nicht allzu sehr damit zufrieden, da es recht aufwendig war, die Rouladen mit den Zahnstochern zusammenzupieksen.
Da mein Rollbraten so ein toller Erfolg war, wollte ich die selbe Technik jetzt auch noch einmal mit den Rouladen versuchen. Also habe ich dieses Mal die Zwiebeln in den noch „rohen“ Seitanteig gepackt, gekocht und dann wie gewohnt angebraten.

Dabei herausgekommen sind extrem leckere und bedeutend einfacher herstellzustellende Rouladen, die eben auch mehr nach Rouladen aussehen.
Da ich dieses Mal auch den lockereren Rollbraten-Teig genommen habe, hat der Seitan an sich auch bedeutend besser geschmeckt. Die Zwiebeln innen waren durch das Kochen auch schön durch und recht aromatisch.

Ich kenne Rouladen aus meiner Kindheit nur mit Zwiebeln, Hackfleisch und Speck in allen Kombinationen (ich vermute mal, dass das wieder ein holländischer Einschlag ist), aber man kann sie natürlich so füllen, wie man sie möchte. Die scheinbar klassische deutsche Variante mit Senf, Zwiebeln, veganem Schinken und sauren Gurken, die ich bis vor Kurzem gar nicht kannte und auch noch nie gegessen habe, lässt sich so auch wunderbar machen.

Die Rezepte für Sauerkraut, Kartoffelpüree und die braune Sauce gibt es hier.

Rezept:

Für 4 Rouladen

1 Tasse Gluten
1 EL Mehl
3 EL Haferflocken
1 TL Salz
1/2 TL Pfeffer
1/2 TL Muskatnuss
1/2 TL Piment
1 Prise Zucker
1/2 TL Gewürzmischung pikant (Pfeffer, rosa Beeren, Piment, etc. in der Mühle) (eher optional)
1/2 TL Rauchsalz
1 Tasse Gemüsebrühe
2 EL Pflanzenöl
1 EL Zitronensaft
1 EL Tomatenmark
4 mittel bis kleinere Zwiebeln
2 EL Margarine

  1. Das Gluten mit dem Mehl, den Haferflocken und den Gewürzen in einer Schüssel vermischen.
  2. Die Gemüsebrühe mit dem Öl, dem Zitronensaft und dem Tomatenmark vermischen.
  3. Die Gemüsebrühenmischung mit der Glutenmischung vermischen und verkneten.
  4. Den Seitan in 4 Teile teilen und mit den Händen zu länglichen Rechtecken ausbreiten.
  5. Die Zwiebeln schälen und vierteln. Die Zwiebelviertel je an ein Ende des Seitanrechtecks legen und den Seitan dann einrollen. (Es ist nicht so schlimm, wenn der Seitan teilweise etwas einreisst, denn er geht beim Kochen ja noch auf.)
  6. Die Rouladen einzeln in Alufolie einrollen, eventuell zu zweit in einen Gefrierbeutel packen und dann in einem Topf mit Wasser 1 Stunde bei geringer bis mittlerer Hitze köcheln lassen.
  7. Die Rouladen nach dem Kochen in kaltem Wasser etwas abkühlen lassen und dann aus dem Gefrierbeutel und der Alufolie befreien.
  8. Die Rouladen in einer Pfanne in der Margarine von allen Seiten scharf anbraten und dann bei mittlerer Hitze in der Pfanne wenden, sodass sie innen und von allen Seiten heiß sind.